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Mittwoch den 23.Juli 2008 WESTFALEN-BLATT

Weißstorch stammt aus Frankreich

Von Stefanie Westing

Einer der in Ummeln verweilenden Weißstörche stammt aus Frankreich. Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland haben die Beringung des Tiers unter die Lupe genommen. Aus der Aufschrift >> France<< und der Nummer folgerten sie nun, dass der Storch in Straßburgvon der dortigen Beringungszentrale registriert wurde. Nach Angaben der Vogelwarte heißt dies jedoch nichts, das der Storch direkt aus Straßburg kommt.Schließlich sei die Beringungsstation für eine größere Region in Frankreich zuständig. Aus welchen Land der zweite Ummelner Storch stammt ist aber noch unklar. Hobbyfotograf Ralph Rulcovius aus Quelle hatte die beiden Vögel Anfang Juli an der Kreutzung Umlostraße/Auf der Höhe/ Alte Landstraße entdeckt (das Westfalen-Blatt berichtete am 08.Juli exklusiv).


http://www.westfalen-blatt.de/

Dienstag 08.Juli 2008 WESTFALEN-BLATT

Zwei Störche zu Besuch in Ummeln


Ummeln hat Zuwachs bekommen - in Form von zwei Störchen, denen es offenbar auf einem abgemähten Feld an der Umlostraße gut gefällt. Woher die ungewöhnlichen Besucher stammen, ist unbekannt. Eines der Tiere (links) ist beringt, seine Herkunft wird überprüft. Foto: Ralph Rulcovius

Von Stefanie Westing

Ummeln (WB). Ralph Rulcovius aus Quelle traute seinen Augen kaum, als er mit Ehefrau Nicole die Umlostraße in Ummeln entlangradelte. »Da stand plötzlich ein Storch auf einem Feld«, schildert der 41-Jährige immer noch etwas ungläubig.

Diese Entdeckung vom Samstag ließ dem Hobbyfotografen keine Ruhe. »Am Sonntag bin ich schon morgens um 5.30 Uhr wieder zu dem Feld gefahren. Da war es nicht mehr ein Storch, sondern gleich zwei.« Es handelte sich um Weißstörche, wusste der Queller sofort. »Ich wollte als Junge mal Förster oder Gärtner werden und habe mich mit Tieren beschäftigt«, berichtet Rulcovius. »Die Störche sind mir gleich ins Auge gefallen.«

An der Kreuzung Umlostraße / Auf der Höhe / Alte Landstraße hat sich das Storchenpaar niedergelassen. »Der Bauer hat am Samstag sein Feld gemäht, und danach sind die Tiere gelandet«, hat Rulcovius, der den Beruf des Bauglasers erlernte und nun bei Oetker arbeitet, herausgefunden. »Ich vermute, dass sie hier ausreichend Futter finden.« Einer der Störche trägt einen Ring am Bein, also muss er irgendwo registriert sein. Nur wo?

Von der Vogelwarte auf Helgoland, wo deutsche Störche registriert werden, stammt der Ring jedenfalls nicht. Anhand der Anordnung der Ziffern (»456 A«) auf dem Ring haben die Experten herausgefunden, dass der Storch dort nicht bekannt ist. »Es handelt sich wahrscheinlich um eine Beringung der Zentralen Sempach / Schweiz oder Straßburg«, erklärte Doris Peuckert von der Vogelwarte auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. Beide Zentralen seien angeschrieben worden, eine Antwort steht noch aus.

Da der beringte Storch Menschen relativ nah an sich heranlässt, könnte er zum Beispiel aus einem Tierpark ausgebüxt sein, vermutet Jürgen Schleef von der Biologischen Station Gütersloh-Bielefeld in Senne. »Normalerweise sind Störche nämlich sehr scheu, weil sie Menschen nicht gewohnt sind.« Dass Störche im Bielefelder Süden vorbeischauen, ist aus Schleefs Sicht nicht ganz ungewöhnlich. Ungewöhnlich aber ist der Zeitpunkt. »Zur Zugzeit im April oder Oktober gibt es in den Rieselfeldern mal ein oder zwei Störche.« Er könnte sich vorstellen, dass die neuen Ummelner »Bürger« eine Weile vor Ort bleiben. »Wenn ihnen der Lebensraum gefällt und sie genug Nahrung finden, warum sollen sie dann nicht bis zur Zugzeit im Herbst bleiben?«

Er empfiehlt Spaziergängern und Radfahrern, die das Storchenpaar sehen, auf jeden Fall Abstand zu wahren und die Tiere nicht zu verschrecken. Einer, der die Störche im Auge behalten will, ist Ralph Rulcovius: »Ich werde die Sache auf jeden Fall weiter verfolgen.« Seine tierische Entdeckung hat er auch im Internet dokumentiert. www.bielefeld-meine-stadt.de



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