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»» Bielefelder Herbst

Ich mag den Herbst.

September 28, 2007 von Anna Nuehm

Der Herbst ist eine so ehrliche Jahreszeit.
Der Herbst blödelt nicht lange rum, sondern haut einem gleich voll eine rein mit seinen Orkanen. Dann ist Ruhe.
Wenn die Orkane vorüber sind, freut man sich nachher nur noch über wochenlange Sintflut und Wolkenbrüche ohne Ende. Sehr geschickt vom Herbst.

Am ersten Tag nach dem Orkan rufen alle: „Oh, wie schön ist der Herbst, mit seinen bunten Blättern - schau mal, eine Haselnuss am Baum, oh, wie reizend!"
Nach drei Tagen hat man aber die Nase voll. Alle sagen dann: "Scheißwetter, kann mal die Sonne scheinen. Wann wird es Frühling?" 

Eine ganz zentrale Rolle im Herbst spielt der Wald. Ohne Wald ist ein Herbst praktisch undenkbar.

Im Herbst kann man wunderbar spazieren gehen. Und zwar im Wald. Wenn man hüfthohe Stiefel besitzt. Man stapft durch den Wald, wie durch Treibsand, nur dass es regnet und kalt ist. Treibsand soll ja eher schön warm sein, hab ich mal gehört, was man von den heimischen Wäldern nicht so sagen kann und vom heimischen Schlamm auch nicht. Aber die Freude ist umso größer, wenn man endlich wieder zu Hause ist und die Körpertemperatur langsam wieder auf 35° ansteigt.

Dann kocht man sich romantisch einen Tee und genießt es, auf der Couch zu liegen. Im Herbst kann man sich auch prima mit Freunden im Wald treffen und neckische Laubwerfparties veranstalten. Im Herbst kann man auch schnell mürrisch werden, der viele Regen macht einen auch so was von aggressiv!
Was kann man noch im Herbst: Wenn man mal drei Tage am Stück gesund ist, kann man Kastanien sammeln gehen, natürlich im Wald, und daraus reizende Männchen basteln. Die verschenkt man dann an nette Menschen, die danach seltsamerweise den Kontakt zu einem abbrechen.


Herbst in Bielefeld